Die Busfahrt zog sich auf geschlagene 6
Stunden hin und wir waren froh überlebt zu haben mit so einem
Kamikazebusfahrer.
Unser Hotel war in einer sehr kleinen
Gasse mitten im Backpacker Bezirk. Super gelegen und echt sauber da es erst neu
eröffnet hat. Etwas harte Betten aber das ist man von China ja gewöhnt von dem
her halb so schlimm.
Nach einer kurzen Dusche gingen wir
gleich wieder mit den zwei Mädels vom Bus (Femke{Holland} und Jeanette
{Österreich}) ein Bier trinken und die Stadt erleben. Dies ist wirklich die
Motorbike Hauptstadt. Bei 11 Millionen Einwohnern ungefähr 8 Millionen
angemeldete Motorräder und Roller.
Hier muss man wirklich aufpassen wie man
über die Straße geht.
Es standen große Sachen auf dem Plan
welche es abzuarbeiten gab. Nach einem leckeren Frühstück im Sozo welches
Straßenkindern hilft ein neues Leben anzufangen ging es auf zum Kriegsmuseum.
Hier lernt man schnell die Grausamkeit des Krieges kennen und ist froh davon
verschont geblieben zu sein.
Nach einem kurzen Fußmarsch ging es zur
Notre Dame Kathedrale welche in der Französischen Besatzungszeit erbaut wurde
und ein Stück religiöse Geschichte Vietnams wiederspiegelt.
Also morgens Roller gemietet und los
ging es. Nachdem wir uns durch eine stark befahrene Straße durchgekämpft hatten
erklärte uns Doug, ein Expat der dort länger lebt, dass man für diesen
Abschnitt normalerweise 1Stunde braucht um sich durchzukämpfen, da es dort noch
ein paar Motorbikes mehr hat. Uns hat es so auch schon gereicht.
Nach einer Stunde Fahrt entschlossen wir
uns eine kurze Pause zu machen und eine Wassermelone zu verspeisen welche mit
6kg umgerechnet nur 30 000 Dong (1,10€) kostete.
Von dort aus war es nur noch ein
Katzensprung zu den Tunneln wo wir uns dann dem Geschichtlichen Teil
zuwendeten.
Als wir den Roller abgegeben haben waren
wir wie immer heilfroh alle unbeschadet angekommen zu sein.
Am Abend haben wir von allen gehört dass
es überall Feste geben soll und ein riesiges Feuerwerk welches wir nach unserer
Silvesterenttäuschung in Shanghai natürlich nicht verpassen durften.
Gegen 12Uhr strömten wir dann mit dem
Massen zu dem Platz wo das Feuerwerk am besten zu sehen war. Hier trennten wir
uns irgendwie in den Massen und ich war nur mit ein paar Singapurianischen
Mädels unterwegs und habe nichts mehr vom Rest gehört.
Irgendwie hat sich ein Dieb dann diese
Menschenmassen zu seinen Gunsten genutzt und Serge sein I-Phone direkt aus der
Hand geklaut. Natürlich war es nichtmehr auffindbar und Serge etwas erregt.
Tagsüber sind wir dann nur mit Jeanette
und Femke durch die Stadt geschlendert und haben Eis gegessen und geredet, da
Jeanette ihr Flieger um 16 Uhr wieder nach Hause ging.
Mekong Delta:
Es stand ein Eintagesausflug von Saigon ins
Mekong Delta an, weil dies ja eine große Sehenswürdigkeit ist wenn man schon einmal
dort ist. Leider entpuppte sich dieser Trip als eine reine Kaffefahrt mit
lauter Verkaufsangeboten und Touristenschwärmen. Man kam sich vor wie an einem
Fließband durchgeschleust.
So wurde dort viel mit dem Boot gemacht
und als wir durch einen kleinen Ausleger mit einem Kanu fuhren kamen andere
Boote entgegen und die Ruderer riefen einem die ganze Zeit "Give
Money" zu. Und das geschah ziemlich häufig, da dieser Ausleger sich eher
als Autobahn entpuppte anstatt als reine Natur.
Beim Essen haben wir dann ein paar Leute
kennengelernt die genau das gleiche Gefühl hatten wie wir und so haben wir mit
denen das Beste daraus gemacht und hatten dann doch noch etwas Spaß.
Alles in allem, reinste Abzocke, aber
mit den richtigen Leuten kann man dann doch Spaß haben.
Abends fuhr dann unser Bus nach Cambodia
und wir verließen Saigon/Vietnam mit gespaltenen Eindrücken.
"with the right people then you can still have fun." I like that quote!!! :)
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