Montag, 23. Januar 2012

Saigon



Vom Strandparadies erholt ging es direkt wieder in die Großstadt. Mit einem letzten Fruitshake verabschiedeten wir uns vom Besitzer des Pin Cafés welcher uns über die Zeit doch ans Herz gewachsen ist.
Im Bus eingestiegen trafen wir gleich eine Bekannte mit der wir in Hanoi für 10 Minuten im Gespräch waren. Da sie in etwa den gleichen Trip mitgemacht hat wie wir hatten wir uns eine Menge zu erzählen. Und die Fahrt wurde erträglicher, auch wenn der Busfahrer mit sehr gewagten Überholmanövern in die Geschichte einging. Auch mied er die Hauptstraßen und fuhr meist über seine Schleichwege im Hinterland umher. So haben wir auch gesehen dass es dort immer mehr Kirchen gab, teilweise nur 200m voneinander entfernt. Dies wunderte uns da wir dachten, dass diese Länder meist den Buddhismus als Religion haben.
Die Busfahrt zog sich auf geschlagene 6 Stunden hin und wir waren froh überlebt zu haben mit so einem Kamikazebusfahrer.

Unser Hotel war in einer sehr kleinen Gasse mitten im Backpacker Bezirk. Super gelegen und echt sauber da es erst neu eröffnet hat. Etwas harte Betten aber das ist man von China ja gewöhnt von dem her halb so schlimm.
Nach einer kurzen Dusche gingen wir gleich wieder mit den zwei Mädels vom Bus (Femke{Holland} und Jeanette {Österreich}) ein Bier trinken und die Stadt erleben. Dies ist wirklich die Motorbike Hauptstadt. Bei 11 Millionen Einwohnern ungefähr 8 Millionen angemeldete Motorräder und Roller.
Hier muss man wirklich aufpassen wie man über die Straße geht.
Da wir von der Busfahrt doch sehr geschafft waren ging es nach 2 Bier gleich ins Bett um den nächsten Sightseeing Tag erholt zu erleben.

Es standen große Sachen auf dem Plan welche es abzuarbeiten gab. Nach einem leckeren Frühstück im Sozo welches Straßenkindern hilft ein neues Leben anzufangen ging es auf zum Kriegsmuseum. Hier lernt man schnell die Grausamkeit des Krieges kennen und ist froh davon verschont geblieben zu sein.
Nach einem kurzen Fußmarsch ging es zur Notre Dame Kathedrale welche in der Französischen Besatzungszeit erbaut wurde und ein Stück religiöse Geschichte Vietnams wiederspiegelt.
Leider hatte der Reunification Palace schon geschlossen als wir davor standen und so setzten wir unseren Marsch Richtung Opernhaus fort. Dort war alles sehr schön mit Blumen und Drachen geschmückt, da das vietnamesische Neujahr „TeT"  bevorstand. Da sich die Menschenmassen hier durchschlängelten sind wir nach einem kurzen Bad in der Menge gleich weiter auf einen Markt wo man vom Apfel bis zum Shampoo alles bekommen. Hier haben wir auch eine leckere "Pho" (Nudelsuppe) gegessen.
Abends haben wir uns zum Essen ein Nudelsuppenrestaurant rausgesucht welches früher die Spionage Zentrale des Vietcongs war. Man hat nicht wirklich viel davon gesehen, aber die Nudelsuppe (mal wieder) war gut. Anschließend ging es in einen Club Names Yoko wo eine Vietnamesische Band für Stimmung sorgte. Hier trafen wir auch viele Einheimische und ExPats mit denen wir dann anschließend zu einer Restaurant/ Barstraße weitergezogen sind. Das ist genial, da wird der breite Gehweg einfach mit Stühlen und Tischen besetzt und man kann gemütlich draußen bei 28°C noch sein Bier mit Freunden genießen.

Dann stand wieder Abenteuer auf dem Plan. Wir hatten alle zusammen beschlossen zu den ChuChiTunneln zu gehen. Allerdings nicht mit einer geführten Tour sondern alleine mit dem Motorbike was sich in Saigon zu einer richtigen Mutprobe herausstellt bei dem Verkehr.
Also morgens Roller gemietet und los ging es. Nachdem wir uns durch eine stark befahrene Straße durchgekämpft hatten erklärte uns Doug, ein Expat der dort länger lebt, dass man für diesen Abschnitt normalerweise 1Stunde braucht um sich durchzukämpfen, da es dort noch ein paar Motorbikes mehr hat. Uns hat es so auch schon gereicht.
Nach einer Stunde Fahrt entschlossen wir uns eine kurze Pause zu machen und eine Wassermelone zu verspeisen welche mit 6kg umgerechnet nur 30 000 Dong (1,10€) kostete.
Von dort aus war es nur noch ein Katzensprung zu den Tunneln wo wir uns dann dem Geschichtlichen Teil zuwendeten.
Es war wirklich sehr interessant zu sehen wie die Vietcongs sich damals versteckt haben und die Amerikaner mit Fallen bekämpft haben. Natürlich wurden die Amerikaner wieder als die Bösen dargestellt obwohl ich denke dass sich da beide Seiten nicht viel schenkten. Natürlich sind wir auch durch den Abschnitt gekrabbelt welcher extra für Touristen vergrößert wurde und begehbar gemacht wurde. Man fühlt sich dort drinnen schon etwas eingeengt.
Nachdem wir alles erkundet haben gingen wir auf der Rückfahrt auf die Suche nach etwas essbarem. Und natürlich sind wir wieder bei einem Nudelsuppenrestaurant gelandet. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran und es gibt definitiv einen schmeckbaren Unterschied zwischen den ganzen Restaurants.
Als wir den Roller abgegeben haben waren wir wie immer heilfroh alle unbeschadet angekommen zu sein.
Am Abend haben wir von allen gehört dass es überall Feste geben soll und ein riesiges Feuerwerk welches wir nach unserer Silvesterenttäuschung in Shanghai natürlich nicht verpassen durften.
Gegen 12Uhr strömten wir dann mit dem Massen zu dem Platz wo das Feuerwerk am besten zu sehen war. Hier trennten wir uns irgendwie in den Massen und ich war nur mit ein paar Singapurianischen Mädels unterwegs und habe nichts mehr vom Rest gehört.
Irgendwie hat sich ein Dieb dann diese Menschenmassen zu seinen Gunsten genutzt und Serge sein I-Phone direkt aus der Hand geklaut. Natürlich war es nichtmehr auffindbar und Serge etwas erregt.
Also gingen wir heim und schliefen am nächsten Tag erst einmal aus um den Shock zu verdauen.
Tagsüber sind wir dann nur mit Jeanette und Femke durch die Stadt geschlendert und haben Eis gegessen und geredet, da Jeanette ihr Flieger um 16 Uhr wieder nach Hause ging.










 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



































Mekong Delta:




Es stand ein Eintagesausflug von Saigon ins Mekong Delta an, weil dies ja eine große Sehenswürdigkeit ist wenn man schon einmal dort ist. Leider entpuppte sich dieser Trip als eine reine Kaffefahrt mit lauter Verkaufsangeboten und Touristenschwärmen. Man kam sich vor wie an einem Fließband durchgeschleust.
So wurde dort viel mit dem Boot gemacht und als wir durch einen kleinen Ausleger mit einem Kanu fuhren kamen andere Boote entgegen und die Ruderer riefen einem die ganze Zeit "Give Money" zu. Und das geschah ziemlich häufig, da dieser Ausleger sich eher als Autobahn entpuppte anstatt als reine Natur.
Beim Essen haben wir dann ein paar Leute kennengelernt die genau das gleiche Gefühl hatten wie wir und so haben wir mit denen das Beste daraus gemacht und hatten dann doch noch etwas Spaß.
Alles in allem, reinste Abzocke, aber mit den richtigen Leuten kann man dann doch Spaß haben.

Abends fuhr dann unser Bus nach Cambodia und wir verließen Saigon/Vietnam mit gespaltenen Eindrücken.















1 Kommentar:

  1. "with the right people then you can still have fun." I like that quote!!! :)

    AntwortenLöschen