Donnerstag, 1. März 2012

Februar 2012: Familienbesuch und neue Wohnung

Der Februar zeigte sich als sehr ereignisreich.

Ich bin am 11. Februar mit Serge aus dem Urlaub zurückgekommen und wir hatten erstmal gar nichts. Da wir unser "geliebtes" Hotelzimmer im Jaso aufgeben mussten haben wir unser Zeugs bei Didi und Andi untergestellt. Aber als wir zurück kamen wohnten die schon nichtmehr dort. Es waren nun andere temporäre Bewohner eingezogen, Jörn und Henning. Also gingen wir erstmal zu denen um unser Zeugs zu holen. Diese offerierten uns dann eine andere Wohnung in der sie normalerweise drin wohnen sollten und baten uns dort einzuziehen. Dies taten wir auch. Aber so standen wir in einer Wohnung die uns nicht gehörte und fühlten uns überhaupt nicht wohl.Und da die Wohnung länger nicht benutzt wurde war es dort zapfig kalt und wir mussten erstmal heizen. Wir beschlossen das uns hier draußen im "Outback" nichts mehr hielt und packten unsere sieben Sachen und zogen nach nur einer Nacht in die Stadt in ein Hostel. Hier fühlten wir uns gleich viel wohler.
Ich musste sowieso nur eine Nacht dort bleiben da meine Mutter und Bruder am nächsten Tag zu mir zu Besuch kamen und ich dort mit in das Hotel einziehen konnte.
Serge blieb noch weiter im Hostel.

Wohnungsproblematik
Nur leider löste das alles nicht meine Wohnungssuche. Denn ich sollte am 1 März meine Bachelorarbeit bei Festo anfangen. Zum Glück hatte Henning das gleiche Problem und er war schon fleißig auf der Suche.
Er war schon ziemlich verzweifelt und hat den Beginn seiner Bachelorarbeit schon um eine Woche nach hinten verschoben, da er keine Wohnung hatte und es während der Arbeit ziemlich schwer ist  abends um 18 Uhr noch auf Wohnungssuche zu gehen.
Dies war das Glück für mich, denn so fragte er mich ob wir zusammen in eine Wohnung ziehen wollen, denn für 2 Personen findet man einfacher ein Apartment als allein.
So gingen wir mit 2 chinesischen Unterstützern von der Universität einen Tag lang auf Wohnungssuche und dann klappte das sehr gut.
Wir schauten 5 Wohnungen an und hatten am Ende 2 Favoriten zwischen denen wir uns entscheiden mussten. Henning tendierte mehr zu der einen, ich eher zu der anderen.
Henning hat sich durchgesetzt wobei ich mit der Entscheidung definitiv leben kann und es mir definitiv hier gefällt.
Die Registrierung bei der Polizei war dann eigentlich auch ganz okay, da die Dame perfektes Englisch sprach und mir alles erklärt hat. Zwar hat es 3 Versuche gebraucht, aber das lag einmal an den Öffnungszeiten und das 2. Mal an fehlenden Dokumenten vom Vermieter. Aber dies war schnell aus der Welt geschafft und nun dürfen wir offiziell dort wohnen.
Die Einrichtung bei IKEA zu besorgen war dort schon eher die Herausforderung. Da wir an einem Sonntag dort waren und der Laden eher einer prall gefüllten Metro glich. Man musste sich teilweise richtig durchkämpfen.





Familienausflüge

Meine Mutter und mein Bruder landeten am Montag den 13. Februar und blieben 10 Tage. Somit genug Zeit um Shanghai zu erkunden.
So holte ich sie erstmal vom Flughafen ab und zum Glück hatten alle eine halbe Stunde Verspätung und dann passte es ganz gut.
So ging es ganz chinesisch mit der Metro zum Hotel mit der perfekten Lage an der East Nanjing Road.
Hier deponierten wir das Gepäck und natürlich musste ich Ihnen erstmal die Skyline zeigen die sich an diesem Tag leider hinter dichtem Nebel versteckte. Also ging es weiter Richtung "YuYu Garden" und der dort angeschlossenen "Old City" welche nicht wirklich Old ist. Doch hier sind wir anschließend noch über einen kleinen Markt gelaufen wo wirklich alles real ist. Dies zeigte gleich am ersten Tag die Gegensätze von neuem und altem Shanghai.
Anschließend liefen wir über die Nanjing Road wieder Richtung Hotel in wo in der Nähe in einem guten Restaurant ein paar chinesische Dishes bestellt haben. Da der Flug doch mehr geschlaucht hat als gedacht ging es anschließend ins Bettchen um am nächsten Tag wieder voll durchstarten zu können.

So ging es morgens nach einem guten Frühstück im Cafe 85°C gleich zum Urban Planning Museum. Hier kann man die komplette Entwicklung der Stadt der letzten Jahre beobachten und auch was in Zukunft geplant ist. Hier ist vor allem ein Blick auf das Metro Netz im Jahre 2020 interessant. Da ich dann leider auf Wohnungssuche gehen musste kämpften sich meine Mutter und mein Bruder bis zum Abend alleine durch.
Abends ging es dann noch auf einen Cocktail in die Captains Bar welche einen tollen Ausblick auf die Skyline bietet und die Cocktails noch bezahlbar sind.





So ging es dann am nächsten Tag wohl erholt in den Jade Buddha Tempel. Dies ist einer der älteren Tempel hier in Shanghai und meine Mutter musste diesen dann natürlich anschauen. Anschließend ging es Richtung Schneider. Denn auf dem chinesischen Fake Market haben wir keinen passenden Mantel für Jonas gefunden. Aber Miss Huan hat natürlich immer etwas passendes und so haben sich gleich beide einen neuen Mantel schneidern lassen. Für umgerechnet 75 Euro pro Stück sind die immer noch billiger wie bei H&M und sind einfach Unikate die passen.
Abends gings dann zum Teppanyaki. Das muss man einfach gemacht haben wenn man schonmal hier ist. Für 168 RMB  All you can eat ist einfach genial.
Anschließend ging es noch ins Brown Sugar um dort etwas der Live Musik zuzuhören die dort immer genial ist.

Durch die Tage haben wir noch so einiges erlebt. Wir waren an Orten wo ich selbst auch noch nicht war, wie dem Qibao Market, dem Jing An Tempel oder auch auf dem Expo Gelände.
Was natürlich auch nicht fehlen durfte war der Campus wo mein Bruder nur beeindruckt meinte: " Ich verbiete meiner Uni in Zukunft von Campus zu reden".
Nachdem wir mit dem Teppanyaki schon ein kleines kulinarisches Highlight gesetzt haben durfte natürlich auch der Hot Pot nicht fehlen. Hier ist vorallem der Service beeindruckend. Jonas war vorallem von dem "never ending Beer"  und den "Kung Fu" Nudeln angetan.

Ein Tagesausflug nach Hangzhou haben wir natürlich auch unternommen da dies wirklich sehenswert ist. Leider hat dann das Wetter nicht wirklich mitgespielt und der später einsetzende Regen vermieste etwas die Stimmung. Auch war noch nicht die 100%ige Zeit wo es dort wunderschön ist, da die ganzen Pflanzen noch ihren Winterschlaf hielten und noch nicht ihre wahre Schönheit entfalteten. Hier wird es erst ab Mitte März so richtig schön wenn alles blüht und schön grün wird.
Nichts desto trotz hat es wieder einmal beeindruckt und ich habe dort auch neue Sachen entdeckt die ich beim letzten Besuch noch nicht so gesehen habe.


                       

                        



PS. Der Urlaubsbericht wird auch demnächst nachgereicht. Von 5 Wochen Urlaub ist so einiges zusammen gekommen was ich erstmal verarbeiten muss :)

1 Kommentar:

  1. Hi Philipp,

    cooler Blog. Ist einfach toll wenn man alles festhalten kann.

    Ich hab ja auch einen Blog, den ich Hier jetzt mal erwaehne. www.schwabengirl.blogspot.com

    Bin schon gespannt auf weitere Berichte.

    LG
    aus Canada
    Steffi

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